Der im Sommer 2011 auf den Azoren gedrehte Film wird morgen, am 9. Januar 2012, auf 3D Blu-ray und DVD erscheinen. Die dreiteilige Dokumentation zeigt faszinierende Bilder unter und über Wasser rund um die Insel Pico.
Ein großer Teil des Films besteht aus spannenden Unterwasseraufnahmen, die man als normaler Reisender kaum selbst erleben kann.
Besonders schön sind auch die unverklärten Landschaftsaufnahmen im einzigartigen Licht- und Schattenspiel. Endlich ein Film, der die wechselhaften Wetterverhältnisse einfach zeigt, ohne die üblichen Klischees zu bemühen. Da wünscht man sich fast eine endlose Fortsetzung der grandiosen Bilder ohne viele Worte.
Am Klappentext sollte man sich nicht stören: Es ist von sieben (statt neun) Inseln die Rede. Genau genommen aber wird hauptsächlich Pico und die umgebende Meeresregion im Detail vorgestellt. Auch die Highlights von Faial sind zu sehen; nur São Jorge kommt etwas kurz weg.
Ausführliche Infos (amazon.de):
» Azoren – Auf den Spuren von Entdeckern, Walen und Vulkanen, 3 DVDs
» Azoren 3D – Auf den Spuren von Entdeckern, Walen und Vulkanen, 3 Blu-rays
Für die 3D-Version benötigt man einen 3D-fähigen Blu-ray Player, Full HD 3D TV und eine 3D-Brille.
Haie, Wale, Teufelsrochen: Der erste Teil befasst sich ausgiebig mit der Unterwasserwelt. Haie, Mantas und Drückerfische schweben durch das Blau des Meeres und schwimmen zwischen beeindruckenden Lavaformationen umher. Erklärt werden dabei auch die geologischen Gegebenheiten, die durch Erdbeben und Vulkanausbrüche bedingt sind, ebenso wie die vom wärmenden Golfstrom beeinflussten klimatischen Verhältnisse.
Entdecker, Wale, Vulkane: Die vielfältigen Vulkanlandschaften über Wasser und das Leben der Menschen in und mit ihnen sind Thema des zweiten Teils. Neben vielen anderen Aspekten erfährt man, wie das zum Weinbau genutze Labyrinth aus Lavamauern zum Weltkulturerbe wurde oder wie die Entwicklung vom Walfang zur Walbeobachtung stattfand. Ein Ausflug zur Nachbarinsel Faial zeigt das Aufeinandertreffen von Abgeschiedenheit und Weltoffenheit mitten im Atlantik im vielbesuchten Seglerhafen der Stadt Horta. Dass auf São Jorge leckerer, ohne Schleppnetze gefangener Thunfisch produziert wird, hat ebenfalls eine Erwähnung verdient.
Menschen, Tiere, Lebensart: Der dritte Teil wiederholt nochmals die schönsten und interessantesten Highlights, ergänzt durch weitere spannende Geschichten sowie einige beeindruckende Kameraflüge. Nach der ausführlichen Beschäftigung mit den Meeres- und Landbewohnern ist dies nun der Teil, der kompakt die vielen Besonderheiten vorstellt, welche in ihrer Gesamtheit die Azoren so einzigartig machen.
» Bis 31.01.2012 verlosen wir noch eine DVD-Box des Films
Regisseur Norbert Vander hat azoren-blog.de die Frage nach seinen persönlichen Eindrücken bei den Dreharbeiten auf den Azoren so beantwortet:
»Was mich an den Azoren besonders fasziniert hat, waren die Menschen. Sie waren hilfsbereit, aufgeschlossen und für jede noch so abgefahrene Idee zu haben. Man merkt die Auswanderungshistorie der Bewohner, denn “let’s go west” hat für die Bewohner der Azoren ja eine besondere Bedeutung. Darüber hinaus war das Naturerlebnis für mich persönlich ein ganz besonderes. Intensiv wie ich es in Europa sonst nirgendwo erleben konnte. Die Begegnungen mit Walen und die historische Verbindung der Menschen mit einer Industrie, die heute Gott sei dank nicht mehr interessiert, haben mich tief bewegt. Aber auch das Zusammenspiel von Ökologie und Ökonomie, das in nachhaltigem Tourismus gipfelt, zeigt Wege auf, wie sich Natur und kommerzielle Interessen verbinden lassen. Für mich als leidenschaftlichen Segler war die Begegnung mit den “Boatpeople” im Hafen von Horta ein besonderes Erlebnis. Im Cafe Sport ist dann auch die Entscheidung gefallen, die Azoren in naher Zukunft noch einmal mit dem eigenen Boot zu erkunden und vielleicht eine Fortsetzung der Filme aus einer anderen Perspektive zu machen.«
Der 3D-Film wurde im Sommer 2011 von der Filmproduktion BLUE NOTE PRODUCTIONS für den Vertrieb KSM GmbH gedreht und ist ab dem 09.01.2012 auf Blu-Ray und DVD im Handel erhältlich.


Am 4.1.2012 traten wir unsere Heimreise an – es war für uns ein wunderschöner Urlaub und mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück.
Um 20.50 Uhr flogen wir weiter nach Wien und dann mit dem Taxi nach Hause. Wir waren alle schon sehr müde.
Für all jene, die sich immer Sonnenschein und einen flachen Sandstrand wünschen, gibt es geeignetere Ziele.
Vom Kindersitz bis zum warmen Tee nach einer kühlen Wanderung wurde an alles gedacht.
Auch die Mitglieder unserer Wandergruppe, die in anderen 4-Sterne-Hotels untergebracht waren, haben Ähnliches berichtet: schönes Hotel; der Wellness-Bereich etwas enttäuschend.
Mit dem Minibus werden wir am Morgen vom Hotel abgeholt und fahren auf den Kraterrand hinauf. Obwohl es an der Küste schön ist, herrscht oben zuerst dichter Nebel und Wind. Links Richtung Ribeira Grande sieht man, dass an der Küste die Sonne scheint; rechts Richtung Kratersee sieht man kaum 10 m weit.
Und sie hat recht – nach etwa 15 min. wird es klarer, auch wenn es kühl bleibt und man sieht den Lagoa do Fogo wunderschön.
Unten beim See steigt bei der Lichtung unmittelbar vor uns ein weißer Reiher auf – es ist fast kitschig schön.
Kaum fahren wir von unserem Ausgangspunkt weg, kommt wieder dichter Nebel und Wind und es beginnt auf dieser Höhe zu regnen. Wir haben an diesem Tag wirklich den idealen Zeitpunkt für die Wanderung erwischt.
Der kurze Weg bis zur Thermalquelle ist idyllisch – vorbei an 4 – 5 m hohen australischen Baumfarnen, riesigen Eukalyptusbäumen und anderen riesigen Pflanzen geht es zum Becken.
Wer das Baden in Thermalquellen liebt, ist in Furnas besser beraten.
Wir starten unsere Wanderung dann dem Lagoa das Furnas entlang vorbei an alten romantischen Villen und dem Nachbau einer französischen Kathedrale, aus der bereits die Palmen und Farne wuchern.
Damit es zu keinen Verwechslungen der Speisen kommt werden Nummern verteilt; Teile des Areals sind aus Sicherheitsgründen abgesperrt.
Den nachfolgenden, sehr deftigen Eintopf cozido haben wir uns redlich verdient in der üblichen Aufteilung: Gemüse für mich, Fleisch für den Rest der Familie.
Nach dem Essen geht es zu den verschiedenen Mineralwasserquellen, die die unterschiedlichsten Leiden heilen sollen – wir haben sie alle ausprobiert! Rundherum dampft es aus heißen Quellen, zwischen denen eine ganze Krippe aufgebaut ist:
Danach geht es weiter zur alten Teefabrik – eigentlich würde man eine derartige Ausstattung in einem Industriemuseum erwarten, aber sie ist tatsächlich noch in Verwendung.
Heute läuft alles etwas langsamer in Ponta Delgada – offenbar wurde lange gefeiert. 
Danach aber erklingt das weihnachtliche „Tochter Zion“ wunderschön von allen Glocken des Turms und meine musikalische Seite ist wieder versöhnt.
Ein Spaziergang durch den Park ist selbst im Winter ein „grünes Erlebnis“ und absolut empfehlenswert.
Von unserem Haltepunkt an der Schnellstrasse blicken wir nach Caloura, das wegen seiner privilegierten Lage im Sonnenschein und windgeschützt immer etwas wärmer ist, auf die schönen Villen und Parks. Auch der Blick auf das erste Kloster der Insel ist traumhaft – es wurde später nach Ponta Delgada verlegt, um weniger den Angriffen der Piraten ausgesetzt zu sein.
Das Ersatzprogramm entpuppt sich als ausgesprochen interessant:
Sie gingen zu jenem Punkt, von dem aus sie den natürlichen Hafen ständig sehen, aber selbst vom Meer aus nicht gesehen werden konnten. Dort haben sie Sanguinho errichtet: klein, auf engstem Raum und mit kleinen Gärten. Wenn diese Ferienwohnungen fertig sind, ist das sicherlich ein absoluter Geheimtipp! Übrigens: Sanguinho heisst nicht nur der Ort, sondern auch eine dort anzutreffende Pflanze.
Am Rückweg bleiben wir in Furnas stehen, packen unsere Badesachen aus und gehen zum ersten Mal in eines der Steinbecken – einfach toll! Das Wasser ist nicht nur angenehm warm, sondern fast heiß! Wir genießen das Wasser und malen uns gegenseitig mit dem am gesamten Beckenrand an den Steinen haftenden Eisenoxid an – angeblich soll der kupferfarbene Belag gut für die Haut sein; für die Stimmung unserer Tochter ist er es auf jeden Fall, denn innerhalb kürzester Zeit sieht mein Mann aus wie Winnetou auf Kriegspfad! Jeder, der São Miguel besucht, sollte unbedingt nach Furnas kommen – eine der schönsten und erholsamsten Erfahrungen, die man auf den Azoren machen kann. Jeder Ärger, jeder Streß und alle beruflichen Probleme werden in diesem Wasser auf angenehmste Weise einfach sanft hinweggespült! Ein Pflichtprogramm für jeden Urlauber!!!
Zum Abschluss stoßen wir mit unseren sehr engagierten und kompetenten Betreuern mit etwas Brombeerlikör auf den Jahreswechsel an, bevor wir die Rückfahrt zum Hotel antreten.
Wer Kinder zum Whale Watching mitnimmt, sollte auf jedenfall wasserfeste Überhosen und Jacken in Kindergröße mithaben. Beim Anbieter gibt es spezielle Schwimmwesten auch für Kinder; die wasserfeste Kleidung aber nur für Erwachsene. Wir sind entsprechend ausgerüstet, weil ich immer auf Nummer Sicher gehe – wer mit Kindern einen derartigen Ausflug plant, sollte aber vorsorgen.
In der örtlichen Cafeteria machen wir eine kurze Pause bevor es mit dem Bus weitergeht Richtung Ferraria. Ein Anblick wie aus dem Bilderbuch – nach einem kurzen Check durch unsere Betreuerin wird es für ungefährlich erklärt in das natürliche Felsenbecken mit der Thermalquelle zu steigen. Der Zugang dazu ist neu und architektonisch ansprechend gemacht, mit viel Holz, daneben Umkleidekabinen und WCs. (Eine Idee, die ich sehr schätze, denn nichts ist unangenehmer als eine verschmutzte Umgebung an einer derart schönen Stelle). Das macht Spaß, ist aber doch kühler als von uns erwartet, weil immer wieder Wellen kommen. Unsere 6-jährige Tochter probiert es zwar kurz aus; da sie aber findet es sei zu kalt und wellig, bleibt sie draußen und sammelt Bimsteine.
Eine erste kurze Information über den Aufenthalt und die gebuchten Touren auf der Insel erhalten wir um 14.00 Uhr; danach haben wir alle Hunger, aber in Ponta Delgada ist es ganz schwierig vor 19.00 Uhr warme Mahlzeiten zu erhalten. Am Hafen werden wir dann fündig; kulinarisch nicht aufregend, aber wir werden satt. Mir als Vegetarierin bleiben vor allem „batatas fritas“. 