Weihnachten und Silvester auf den Azoren

Der Reiseveranstalter advantage-reisen bietet in diesem Jahr über Silvester und Weihnachten eine besonders günstige Reise an. Für EUR 370,00 pro Woche können die Teilnehmer auf den Azoren bei frühlingshaften Temperaturen die letzten Tage des Jahres verbringen.

Zwischen Oktober und März kann man den kühlen und nassen Klima in Deutschland leicht entfliehen: Auf den Azoren lässt sich in dieser Zeit eine Blütenpracht mitten im Atlantik genießen: Azaleen, Kamelien, Strelizien und viele andere Blumen warten in den Parks und wachsen wild in der faszinierenden Landschaft São Miguels. Die Dörfer und Städte sind fröhlich erleuchtet und prachtvolle Feuerwerke an Silvester läuten den Jahreswechsel ein.

Die angebotene Reise umfasst einen Mietwagen und detaillierte Routenbeschreibungen, die bei der individuellen Erkundung der Insel helfen. Übernachtet wird in historischen, stilvollen Hotels. Der Azoren Flug ist nicht im Reisepreis enthalten. In unserem Bereich Reisen finden Sie weitere Informationen zu dieser Reise.

Adventskalendertürchen Nr. 3

Inwiefern die Azoren mit Madeira vergleichbar sind …

Wer schon auf Madeira war und sich fragt, ob ihm/ihr auch die Azoren gefallen könnten, wird hier in loser Folge Vergleichspunkte und auch Unterschiede finden.

Nordküste São Jorges
Nordküste São Jorges (Azoren)
Nordküste Madeiras
Nordküste Madeiras

Madeira ist von der Landschaft her am ehesten mit der Azoreninsel São Jorge zu vergleichen. Am deutlichsten wird dies an den jeweiligen Nordküsten, die rauh und steil ins Meer abfallen und an denen sich immer wieder kleine Siedlungen finden, die sog. Fajãs.

Natürlich wird dabei auch gleich ein großer Unterschied deutlich: Auf Madeira gibt es eine Küstenstraße und viele Tunnels, welche die Küstenorte verbinden. Auf São Jorge sind diese oft nur zu Fuß vom Hochland aus erreichbar und daher größtenteils verlassen.

Schiffshavarie vor São Miguel

400 Tonnen Treibstoff und sieben reinrassige lusitanische Pferde gehörten zur kritischen Fracht des Containerschiffs São Gabriel, das vor der Südküste der Azoreninsel São Miguel zwischen Água de Pau und Lagoa auf Grund gelaufen ist.

Der Treibstoff gilt als extrem umweltverschmutzend, kann aber momentan noch nicht abgepumpt werden. Die Wetterlage ist ebenfalls schwierig.

Es berichtet der Betreiber der Ferienhäuser Quinta Altamira in Caloura, welches bei Água de Pau liegt:

Das Schiff muß so gegen 5h00 auf Grund gelaufen sein. Unser Hund hatte uns (unabhängig davon, sondern wegen einer Katzenfamilie, die es sich bei uns auf der Terrasse gemütlich gemacht hatte) um ca. 5h00 aus den Schlaf gebellt, als nur einige Minuten später ein Tuten begann, das wir recht bald als Schiffssirene identifizierten.

Nach einiger Zeit stellten wir fest, daß die Sirene in regelmäßigen Abständen tutete, nämlich 7x oder 8x kurz und 1x lang. Im Internet fanden wir später heraus, daß dies
das Zeichen für „Generalalarm“ ist, so daß wir eine Schiffshavarie vermuteten, was sich ja dann auch als richtig herausstellte. Das Schiff liegt zwischen Água de Pau und Lagoa an einer völlig unwegsamen Stelle.

Oberhalb dieser Stelle gab es in den vergangenen Tagen „Katastrophentourismus“ mit dazu gehörigem Stau auf der Landstraße und platt getretenen bzw. gefahrenen Feldern, was die betroffenen Landwirte, wie heute morgen zu sehen war, dazu bewogen hat, ihre Felder abzusperren. Die in den Zeitungen bzw. im Internet gezeigten Bilder sind von dort aus aufgenommen.

Die Pferde (Lusitaner) sind inzwischen heil geborgen worden. Sorgen bereiten wohl noch die 300-400 Tonnen (je nach Zeitung) Treibstoff, da es zur Bergung keine Spezialausrüstung hier vor Ort gibt.

Das Schiff gehört zur Box Lines, einer deutschen Reederei, die für den Azorenverkehr innerhalb der Inseln und wohl auch nach Lisboa mehrere Schiffe unterhält. Das Schiff selber heißt S. Gabriel und ist in Leer (Ostfriesland) registriert.

Fotos und weitere Infos gibt es z.B. hier:
news.azoren-online.com

2006 gab es einen ähnlichen Fall vor der Insel Faial. Damals lag das Schiff CP Valour monatelang vor der Bucht Faja da Praia do Norte, konnte schließlich nach dem Entladen der Fracht auf das offene Meer hinausgezogen werden, wo es leider doch noch sank.

Azoren-Artikel auf WELT ONLINE

Heute erschien auf WELT ONLINE ein Artikel über die Azoren mit dem Titel Hier blüht Ihnen was. Ein Artikelchen, fast so wie einige andere, die in regelmäßige Abständen immer mal wieder auftauchen.

Er beginnt mit den üblichen Wetterklischees von den 4 Jahreszeiten an einem Tag und damit, dass man das Azorenhoch manchmal vergeblich sucht. Gäbe es im zweiten Teil des Artikels nicht wenigstens ein paar Informationen, die man nicht überall sonst auch nachlesen kann, so könnte man fast auf die Idee kommen, der Artikel sei nur aus anderen Quellen zusammengeschrieben.

Und am Ende wird gleich nochmal das von den Azoreanern selbst kreierte Vorurteil von den 4 Jahreszeiten bemüht. Dabei muss man sich klar machen, dass man auf den Azoren normalerweise keinen Winter mit Schnee kennt, und dass auch die Temperaturen so gut wie nie unter 10 Grad gehen, schon gar nicht in Küstennähe. Was also gemeint ist, ist der Wechsel von Sonne, Wolken und Regen – der in der Hauptreisezeit im Sommer so gar nicht unbedingt stattfindet und der oft auch nur erlebt werden kann, wenn man z.B. von der sonnigen Küste ins bewölkte Hochland fährt. Immerhin – der Artikel erwähnt zur Abwechslung mal die durchaus vorhandenen Sandstrände – wenn mir ockerfarbene auch eher von Santa Maria bekannt sind als von Sao Miguel.

» Hier blüht Ihnen was (WELT ONLINE)