TV-Reisereportage über Pico

Auf 3sat läuft am Mittwoch, den 18.11.2009 um 21:50 Uhr, die 10-minütige Reisereportage „Unter dem Vulkan“ mit dem Untertitel „Von Walen und Wein auf der Azoren-Insel Pico“.

Erdbeben mitten im Atlantik, 480 km südlich von Flores

Ein Erdbeben der Stärke 6 (Richter-Skala) wurde gestern um 17.41 Uhr Ortszeit mitten im Atlantik registriert, genauer gesagt 480 km südwestlich der Insel Flores.

Das Erdbeben verursachte auf den Azoreninseln keine Schäden und wurde dort auch von den Einwohnern nicht wahrgenommen. Man geht davon aus, dass ein solches Erdbeben normalerweise Schäden in einem Umkreis von 180 km anrichten kann.

Auf der westlichen Inselgruppe, zu der Flores und Corvo gehören, kommen Erdbeben im Gegensatz zu den anderen Azoreninseln nicht vor. Die beiden Inseln liegen sicher auf der amerikanischen tektonischen Platte, welche sich stetig von der europäischen und afrikanischen weg bewegt. Die mittlere Inselgruppe sowie São Miguel liegen zwischen den Platten, wodurch das Erdbeben-Risiko dort größer ist. Santa Maria ist ein Sonderfall und ebenfalls recht erdbebensicher.

Eine Kapitänsgeschichte von den Azoren

Flores' Westküste mit Ponta do Albarnaz und Corvo
Flores' Westküste mit
Ponta do Albarnaz und Corvo
Die spannende Geschichte von der Rettung einiger Seeleute vor der Westküste der Azoreninsel Flores im Dezember 1965 kann man auf shz.de nachlesen: ein Auszug aus dem Buch „Wellenbrecher – Kapitäne erzählen ihre besten Geschichten“ vom Ankerherz Verlag.

Bei meterhohen Wellen von Nordwest holten die Retter damals einen Seemann nach dem anderen vom havarierten Schiff, das bedrohlich nah an der westlichen Steilküste von Flores südlich der Ponta do Albarnaz lag, in ein Rettungsboot. Unglaublich dabei, dass die Sonne vom blauen Himmel schien und nur ein schwacher Wind wehte.

Subtropensturm Grace bei den Azoren

Am 4. und 5.10.2009 zog ein Subtropensturm vom Nord-Ost-Atlantik bis vor die Küste Portugals. Heute soll er Irland erreichen. Der Sturm hatte sich nordöstlich der Azoren gebildet und war so stark, dass er sogar einen offiziellen Namen bekam: Grace (=Gnade, Liebreiz).

Grace bildete dabei zeitweilig ein kleines Hurrikan-Auge mit bis zu 20 km Durchmesser. Satellitenbilder zeigten das Sturmtief am Morgen des 6. Oktober immer noch vor Portugal.

Auf den Azoren selbst war nach Aussage einiger Einwohner nicht viel von einem Sturm zu spüren.

Ausführlichere Infos im Wetterjournal