Adventskalender #8: Schutzheilige

Schutzheilige, gesehen an einer Hauswand in Luz (Graciosa)

Schutzheilige von Luz (Graciosa)

Lieblingsfoto von: Theresa Mory

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Bitte keine Fotos mehr für den Adventskalender einsenden!
Herzlichen Dank an alle, die ihr ganz persönliches Lieblingsfoto von den Azoren mit uns teilen. Es sind inzwischen genug Bilder für den Adventskalender 2010 eingegangen. Wenn weiterhin Interesse besteht, können wir die Aktion gerne in anderer Form nächtes Jahr fortsetzen. Aber bis zum 24.12. gibt es natürlich noch einige wunderbare Aufnahmen zu sehen.
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10-Vulkane-Wanderweg auf Faial PR6FAI

PR6FAI am Caldeira-Rand

In den Turismo-Büros und auf der Website trails-azores.com gibt es noch keine Infos zum neuen Trilho dos 10 Vulcões auf Faial.

Dafür steht oben am Caldeira-Rand eine Wandertafel mit allen wichtigen Informationen und dem Wegverlauf. Zu Beginn des Weges gibt es auch ein paar Schilder, die explizit auf diesen Wanderweg hinweisen.

Im weiteren Verlauf kann man den üblichen rot-gelben Markierungen der Wanderwege PRC4FAI (Caldeira), PRC3FAI (Levada) und PRC1FAI (Capelinhos) folgen. Bei guter Sicht kann man wunderbar die Vulkankette erkennen, die sich von der Caldeira nach Westen hin bis zum Capelinhos erstreckt.

Zusätzlich gibt es Informationen zu allen Naturphänomenen rund um den Wanderweg in einem sehr schön und interessant gestalteten Büchlein, welches man für 6 Euro im Centro do Mar am Porto Pim (Horta), im Jardim Botanico (sobald er wieder geöffnet hat) und im Centro de Interpretação do Vulcão dos Capelinhos erwerben kann.

Endlich wieder eine 10. Insel

Weitgehend unbemerkt ist in den letzten Tagen zwischen den beiden größten Inseln der Azoren São Miguel und Pico, die ca. 200 km auseinander liegen, eine neue Insel entstanden. Ein unterseeischer Vulkan ist ausgebrochen und hat ein ungefähr 20 km² großes Eiland erschaffen. Es wurde gestern von einem vorbeifahrenden Kreuzfahrtschiff entdeckt und gemeldet.

Nach der 1811 vor der Westküste São Miguels entstandenen und bald wieder untergegangenen Insel Sabrina haben die Azoren nun endlich wieder eine zehnte Insel.

Da die neue Insel schon größer als Corvo ist und nicht so schnell wieder untergehen wird, gibt es nun erste Überlegungen für ihre Nutzung. Während die einen sie besiedeln und dort langfristig Landwirtschaft betreiben möchten, träumen andere davon, ein exklusives Touristenresort einzurichten. Denkbar wären Wanderungen zu den noch heißen Lavaströmen im Nordteil der Insel oder Tauchgänge zu den rauchenden Schloten unter Wasser.

Natürlich braucht die neue Ilha auch einen Namen. Die Regionalregierung der Azoren hat deshalb einen Namensfindungswettbewerb gestartet. Jeder kann mitmachen. Schreibt uns einfach eure Vorschläge.

Wie soll eurer Meinung nach die neue Insel heißen?
Wir freuen uns über zahlreiche Ideen!

Graciosa bekommt Station zur Atomtest-Überwachung

Die Azoreninsel Graciosa wird eine internationale Station zur Überwachung von Atomtests erhalten. Als Teil eines weltweiten Netzwerks wird die Station Informationen in das internationale Zentrum in Wien übertragen.

Die Vereinten Nationen vereinbarten im September 1996 einen umfassenden Atomteststopp und den Aufbau eines Überwachungs-Netzwerks.
(Deutschsprachige Informationen: http://sciencev1.orf.at/science/news/62468)

Die Leitung und Wartung der Station wird vom „Centro de Vulcanologia e Avaliação de Riscos Sísmicos“ der Universität der Azoren übernommen.

Was die Azoren mit Haiti zu tun haben …

Die Azoren sind nicht so weit außen vor, wie man aufgrund ihrer Lage glauben könnte. Manchmal sind sie sogar mitten drin, gerade durch ihre Lage im Atlantik.

Abgesehen davon, dass die Einwohner der Azoren sehr gut nachvollziehen können, was ein schweres Erdbeben anrichten kann und dass auch sie großzügig für Haiti spenden, haben die Inseln der Ostgruppe nun auch – was den Flugverkehr angeht – ein kleines Stück der alten Bedeutung als Drehkreuz im Atlantik zurückerhalten.

Der große Flughafen der aufgegebenen US-Militärbasis auf Santa Maria ist ideal als Tankstopp für Hilfsflüge nach Haiti. Wäre da nicht das Problem, dass es seit einer Woche keinen Flugzeug-Treibstoff mehr auf der Insel gab. Das Versorgungsschiff kommt nur 3-4x im Jahr, dies genügt normalerweise für die Versorgung der kleinen Inselhüpfer.

Der Tanker Stolt Kiiwake, der für Nachschub sorgen sollte, konnte aufgrund starker Winde und Wellen tagelang nicht auf Santa Maria anlegen, erst heute gelang es. Der Hafen ist (im Gegensatz zum Flughafen) klein, außerdem wenig geschützt und somit bei Sturm gefährlich.

Somit mussten ca. 30 Flugzeuge auf dem Weg in die Karibik stattdessen auf Sao Miguel zwischenlanden.

» Mehr zur Geschichte Santa Marias