NRP Sagres auf Flores

Derzeit ankert die NRP Sagres, ein Segelschulschiff und Schwesterschiff
der Gorch Fock in der Marina von Lajes das Flores:

NRP Sagres auf Flores

Gestern, am 26.7.2015, machte sie einen Zwischenstopp auf Corvo. Davor kam sie von Boston und New Bedford über den Atlantik zu den Azoren.

Sie wurde 1937 von Blohm & Voss, Hamburg gebaut und hatte ursprünglich den Namen „Albert Leo Schlageter“. Dieser hatte während der französisch-belgischen Ruhrbesetzung 1923 Sprengstoffanschläge ausgeführt und wurde von einem französischen Militärgericht zum Tode verurteilt. In der Weimarer Zeit galt er nicht allein in rechten Kreisen als Märtyrer.

Nach dem 2. Weltkrieg übernahmen die USA das Schiff als Reparationsleistung und verkauften es 1948 an Brasilien. 1961 schließlich übernahm die portugiesische Marine den Großsegler.

Wer den Kurs weiterverfolgen möchte, kann dies auf www.marinetraffic.com tun.

Maré de Agosto 20.-22.08.2015

Logo des Maré de Agosto 2015

Auch 2015 findet das Festival Maré de Agosto
wieder in der traumhaft gelegenen Bucht
Praia formosa auf der Insel Santa Maria statt.

Das Musik-Spektakel ist eines der ältesten
und größten Festivals der Azoren
.

Santa Maria ist die kleine Schwester der
Hauptinsel São Miguel und nur über diese
mit Flug oder Fähre zu erreichen.

Zum 31. Mal wird an einem der schönsten
Sandstrände der Azoren 3 Tage der Sommer
und die Musik gefeiert.

Programm, Musik und weitere Informationen
findet man auf www.maredeagosto.com.

Donnerstag 20. August 2015
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Protoje and the indignation

Freitag 21. August 2015:
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Crassh
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Sérgio Godinho
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Koza Mostra

Samstag 22. August 2015:
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Brass Wires Orchestra
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Kissmet
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Dupla Mete Cá Sets

Rother Wanderführer Madeira 2015

Rother Wanderführer MadeiraDa ist wirklich für jeden etwas dabei: Von leichten Levada-Wanderungen bis hin zur alpinen Königstour im Zentralmassiv Madeiras, von Touren durch grüne, wasserreiche Täler bis zum Ausflug an die Ponta de São Lourenço, die karge Ostspitze der Insel, werden im aktualisierten Rother Wanderführer die schönsten und spannendsten Routen beschrieben.

Die 10. Auflage bietet inzwischen 60 Touren, noch mehr und aktuellere Fotos sowie minimal größere Karten, in denen die Wegpunkte eingezeichnet sind. Einen guten Überblick geben die ausgewählten Top-Touren sowie die einleitenden Worte zu den jeweiligen Wanderregionen.

Buch bestellen:
bol.de | amazon.de | buecher.de | Rother Verlag

Verlagsinformation:
Madeira zeichnet sich durch ein ganzjährig mildes Klima und eine verschwenderische Blütenpracht aus. Strelitzien, Fackellilien, Liebesblumen und Hortensien führten zum Beinamen »schwimmende Blumeninsel im Atlantik«. Die atlantische Schönheit ist ein Paradies für Wanderer. 60 abwechslungsreiche Levada- und Bergwanderungen stellt der Rother Wanderführer »Madeira« vor.

Schmale Bewässerungskanäle, Levadas genannt, durchziehen die gesamte Insel. Auf ihren Wartungs-wegen lässt sich Madeira ohne große Höhenunterschiede entdecken: vorbei an kunstvoll angelegten Terrassen, durch eindrucksvolle Schluchten und in ursprüngliche Täler mit immergrüner subtropischer Vegetation. Auch alpine Wanderrouten hält die Vulkaninsel mit ihrem fast 1900 Meter hohen Zentral-massiv bereit. Spektakulär ist die in den Fels geschlagene Strecke vom Pico do Arieiro hinauf zum Pico Ruivo – die Königstour der Insel. Gemütlich sind die verschwiegenen Hirtenpfade und die »veredas«, alte Dorfverbindungswege, die bis vor wenigen Jahrzehnten den einzigen Zugang zu abgeschiedenen Ortschaften darstellten.

Der Autor Rolf Goetz, seit vielen Jahren auf Madeira zu Fuß unterwegs, hat für den Rother Wanderführer »Madeira« die schönsten Wanderungen auf der Insel ausgewählt. Das Spektrum reicht von kurzen und leichten Wegen bis zu anspruchsvollen Gipfelanstiegen. Jeder Tourenvorschlag verfügt über eine übersichtliche Kurzinfo, eine ausführliche Wegbeschreibung, einen Kartenausschnitt mit eingezeichne-tem Routenverlauf und ein aussagekräftiges Höhenprofil. Zahlreiche Fotos stimmen auf den Wanderurlaub auf Europas Blumeninsel ein. GPS-Tracks stehen zum Download bereit.

Für die zehnte Auflage wurde der Wanderführer »Madeira« gründlich aktualisiert.

Rother Wanderführer Madeira

Billigflüge auf die Azoren

Immer wieder werden Billigflüge auf die Azoren gefordert (weniger von Touristen, mehr von Einheimischen, die z.B. für Arztbesuche immer mal wieder nach Lissabon fliegen müssen). Immer wieder gab es solche Angebote, doch die jeweiligen Airlines haben nicht lange durchgehalten. Dieses Jahr versuchen es Easyjet und Ryanair. Allerdings nur mit Direktflügen Lissabon/Porto – Ponta Delgada. Wer von Deutschland aus anreisen möchte, wird eventuell eine Übernachtung brauchen. Es bleibt abzuwarten, wie gut das Angebot genutzt werden wird.

Azores Trail Run 2015

Azores Trail Run 2015Am 30. Mai 2015 findet zum 2. Mal der Azores Trail Run statt.
Es gibt zwei Routen: den 10-Vulkane-Trail mit 22 km und
einen Ultratrail von Küste zu Küste mit 52 km.

Alle Infos findet man unter www.azorestrailrun.com – am besten die englische oder portugiesische Version wählen, auf der deutschen Seite fehlt noch fast alles.

Die Anmeldung ist seit Anfang November möglich.

Der geschenkte Tag

Was für ein Sonnenaufgang!

Warten am Flughafen. Das Paar aus der Schweiz, das ich die letzten Tage seit Corvo fast jeden Tag getroffen habe (Inselhopper-Schicksal), verabschiedet sich Richtung Terceira. Warten weiter. Der kleine Inselhüpfer ist schon wieder zurück von Terceira und unser Flug immer noch verspätet.

Leute in gelben Westen schauen in den Bauch des TAP-Fliegers, einer zuckt immer wieder mit den Schultern. Einen der Passagiere sehe ich plötzlich draußen am Flieger, wild telefonierend. Einer in gelber Weste geht die Treppe hoch, holt eine Stewardess, sie schaut ebenfalls in die offene Klappe. Da sie offenbar keine technische Zusatzausbildung hat, hilft dies auch nicht.

Schließlich kommt die Durchsage, dass der Flug wegen eines technischen Defekts gestrichen wird. Ein kurzes Raunen und alle stellen sich oben wieder am Schalter an. Jeder bekommt die Info: Im Bus geht es in ein Hotel, dort gibt es Essen und weitere Infos, wann es weiter geht.

Im Nachhinein stellt sich heraus, dass wir zunächst alle auf andere Flüge umgebucht werden. Erst am Abend kommt die Nachricht, dass der Flieger doch repariert wurde und alle zusammen mit diesem nach Lissabon fliegen werden. Also alles wie gehabt, nur einen Tag später.

Den geschenkten Tag nutze ich für einen weiteren Bummel durch Horta, zum Porto Pim und zur Casa do Chá, wo ich die wunderbare Dachterrasse genieße. Das Wetter ist nicht mehr ganz so sonnig wie am Vormittag, aber trotzdem angenehm.

Abends gibt es Essen im Hotel. Es ist gut, aber halt für den Durchschittseuropäer gekocht. Am großen runden Tisch sitzt auch der Passagier, der mir am Flieger schon aufgefallen war. Nach kurzem Zögern gibt er zu, dass er ein TAP-Ingenieur ist. Aber machen konnte er doch nichts. Wir unterhalten uns noch gut in der ungewöhnlichen Runde, die sich so sicherlich sonst nie zusammengefunden hätte.

Zu Pferde von Horta nach Capelo

Auch meine zweite Etappe des Inselrundritts an der Westküste Faials
war großartig und sehr entspannt. Sonne satt gab’s dazu.

Das Panoramafoto entstand auf dem Monte da Espalamaca bei der Fahrt zu Patio in Cedros, wo wir uns auch heute wieder trafen.

Die Vorbereitungen verliefen ähnlich wie am Vortag, dann ging es los. Besonders schön war es zu merken, dass die Lusitano-Stute Devil nun am zweiten Tag schon mehr mit mir kommunizierte und natürlich auch ihre Grenzen ausprobierte. In Maulhöhe hängendes Schilf o.k. – am Boden wachsendes Gras oder nach Petroleum stinkende Blätter nein.

Schon bald kam die Sonne hervor und strahlte nur so vom blauen Himmel. Endlich war auch der Pico wunderbar zu sehen, zumindest, wenn man zurückschaute. Beim steilen Anstieg zu Fuß war die Sonne eher ein Nachteil, aber wir schafften es alle und Devil ging geduldig für mich langsamer – insbesondere, da die nachfolgenden es auch nicht eilig zu haben schienen.

Auf jeden Fall genossen wir den Ritt an der Westküste entlang auf halber Höhe zwischen dem Meer links und der über 1000 Meter hohen Caldeira rechts. Ab und zu fuhren landwirtschaftliche Fahrzeuge oder Mietautos an uns vorbei, da die rote Schotterstraße auf den Touristenkarten verzeichnet ist. Die Pferde blieben immer entspannt, sie sind das alles gewohnt.

Nach dem Picknick am Wegesrand und einer Café-/Bier-Einkehr in einer Bar ritten wir noch ein Stück durch einen halbwegs ursprünglich belassenen Urwald mit Lorbeerbäumen. Der Cabeço Verde war schon zu sehen, aber nichts von Capelinhos, wohin es für die anderen am nächsten Tag gehen sollte. Schließlich erreichten wir das Nachtquartier der Pferde und für uns ging es zurück nach Cedros bzw. für mich nach Horta.

Den wunderschönen Tag beschloss ich mit einem Spaziergang an der Uferpromenade in Horta und mit einem leckeren Abendessen. Wie schon an den Tagen davor seit Corvo blieb auch das zufällige Zusammentreffen mit einem Schweizer Paar nicht aus. Inselhopper treffen sich eigentlich immer wieder auf den Azoren.