Echte Azorenfans wird dies aber nicht traurig machen, denn Bademöglichkeiten und Strände gibt es mehr als genug. Ich hoffe der kleine Aprilscherz hat dem einen oder anderen Spaß gemacht!
Heute meldet die Tourismusbehörde der Azoren, dass nach dem Vorbild des Sandstrandes Playa de las Teresitas auf der Kanareninsel Teneriffa auch auf einer noch geheimgehaltenen Azoreninsel ein Traumsandstrand entstehen soll.
Vorbild: Playa de las TeresitasZunächst müssen zwei Hänge gesprengt werden, deren Erdreich dann die Grundlage für den neuen, endlos langen Sandstrand abgeben. Nach dem Bau der nötigen Mole soll Sand vom amerikanischen Monument Valley herangeschafft werden – den hervorragenden Beziehungen zu den USA sei Dank.
Abschließend wird es – so die Pressemeldung der Tourismusbehörde – eine Bepflanzung mit speziellen Mini-Palmen geben, da große Palmen den Windgeschwindigkeiten im azorianischen Winter nicht standhalten würden.
Diese gute Nachricht wird alle Azoren-Fans sicherlich sehr freuen und man hofft auf viele neue Gäste, sobald der Strand am 1. April nächsten Jahres in Betrieb genommen wird.
Auf den Inseln Faial, Pico und São Jorge wurde am 30.03.2009 um 18:24 ein schwaches Erdbeben (IV/V auf der Mercalli-Skala, die von I bis XII geht) gemessen, berichtet das Centro de Vulcanologia e Avaliação de Riscos Geológicos dos Açores (Zentrum für Vulkanologie und Auswertung geologischer Risiken auf den Azoren). Das Epizentrum lag zwei Kilometer östlich der Gemeinde Pedro Miguel auf Faial. Es gab keine Schäden.
Zwei Tage zuvor wurde auf Faial ein weiteres Erdbeben (Stufe II) mit Epizentrum bei Norte da Ribeirinha gemessen, ebenfalls ohne Schäden.
Laut der Direktorin des Zentrums, Teresa Ferreira, gibt es täglich Erdbeben auf den Azoren. Zwei Erdbeben kurz hintereinander in unterschiedlichen Gegenden seien kein Anzeichen für eine alarmierende Situation.
Der letzte große Vulkanausbruch der Azoren mit Ascheregen, vielen Erdbeben und anschließender Auswanderungswelle fand vor 50 Jahren auf Faial statt. Rechtzeitig zum Jahrestag wurde das neue Besucherzentrum beim Vulcão dos Capelinhos fertig.
RegenwolkeDie USA haben mit Portugal eine Vereinbarung für ein portables Klimaobservatorium auf der Insel Graciosa unterschrieben. Die mobile Messstation (Atmospheric Radiation Measurement Mobile Facility) wird ab Mai 2009 über 20 Monate hinweg Wolken und Aerosolvorkommen vermessen.
Die Daten sollen dabei helfen, mikroskopische Prozesse in tiefen Meereswolken besser zu verstehen. Des weiteren sollen die Informationen dazu genutzt werden, Klimamodelle zu testen und zu verbessern.
Das Observatorium wird niedrige Wolken, die eine große Rolle im globalen Klimasystem spielen, untersuchen – insbesondere wie diese Wolken auf erhöhte Wasseroberflächentemperaturen, Jahreszeitenzyklen, Treibhausgase und Schwebstoffe reagieren.
Vergangenen Dienstag wurde in Angra do Heroísmo auf Terceira Portugals erstes Klonkalb mit Namen Cloneta geboren. Universitätsprofessor Moreira da Silva sagte, dass das Kälbchen etwas zu früh geboren wurde, aber gesund ist. Cloneta entstand durch In-Vitro-Fertilisation in den Labors der „Tierreproduktionsgruppe“ der Abteilung Agrarwissenschaften der Universität der Azoren (CITA).
Als Gründe für die Forschung wird einmal die Auswahl „genetisch wertvolleren Materials“ genannt, andererseits die Möglichkeit vom Aussterben bedrohte Spezies zu erhalten. Das Projekt wird finanziert von der Regionalregierung und der Universität der Azoren.
Wenn man eine Reise plant – vor allem dann, wenn man nicht pauschal bucht – sind Erfahrungen anderer Reisender von unschätzbarem Wert. Außerdem bringt einen das Lesen dem Reiseziel immer einen Schritt näher.
Einige der interessantesten, deutschsprachigen Websites mit Reiseberichten über die Azoren, die von Azorenfans erstellt wurden, möchte ich hier vorstellen. Die Liste wird gegebenenfalls erweitert.
Carsten Mundt bereiste sechs der neun Azoreninseln: Faial, Flores, Graciosa, Pico, São Miguel und Terceira und bietet auf seiner Website Inselportraits, selbst erwanderte Touren, Fototouren und weitere fundierte Informationen. » www.azoren-links.de
Zwei passionierte Fotografen, die mit Kind unterwegs waren und die ich bei meinem ersten Aufenthalt auf São Jorge kennenlernte, haben ein Fototagebuch zu den Inseln Faial und São Jorge zusammengestellt. » www.fototravels.de/azoren
Einer DER Azorenkenner Roman Martin stellt seine langjährigen Erfahrungen auf der umfangreichsten, deutschsprachigen Azorenwebseite inklusive Forum zur Verfügung. Es gibt kaum eine Information, die man als Azorenreisender dort nicht bekommt. » www.azoren-online.com » forum.azoren-online.com
Ich selbst war inzwischen dreimal auf den Azoren und durfte acht der neun Inseln (außer Pico) beim Inselhüpfen besuchen und dabei viele sehr nette Menschen kennenlernen und traumhaft schöne Orte fotografieren. » www.acores9.de
Am Sonntag 3. Mai 2009 werden die TV-Beiträge „Die Azoren – Die Töchter des Meeres“ (17.00 Uhr) und „Azoren – Grüne Gipfel im Atlantik“ (18.30 Uhr) bei EinsPlus ausgestrahlt. Nach den beiden 45-minütigen Sendungen folgt jeweils ein Beitrag über Madeira: „Madeira – Wildnis im Atlantik“ (17.45 Uhr) und „Madeira – Insel der Blumen“ (19.15 Uhr).
Die Weinanbaugebiete der Azoren liegen auf den Inseln Graciosa, Terceira und Pico. Die Rebfläche beträgt ca. 400 Hektar und die jährliche Weinproduktion beläuft sich auf ca. 12.000 Hektoliter.
Weinbau in Lavamauern
Die Weingärten auf den Azoren erfordern einen sehr aufwändigen Arbeitseinsatz und besondere Schutzmaßnahmen. Aufgrund der zeitweise starken Winde sowie zum Schutz vor dem Meersalz sind die Parzellen mit Mauern aus aufgeschichteten Lavasteinen umgeben. Erst in diesen besonderen Weingärten (portugiesisch: Currais) können die
Rebstöcke einen Ertrag erzielen.
Im Jahr 2004 wurden die Currais auf der Insel Pico von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Lavawein mitten im Atlantik
Im 15. Jahrhundert brachte der Pater (Frei) Pedro Gigante die ersten Verdelho-Reben auf die Insel Pico und begründete damit den Weinanbau auf den Azoren. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Weine der Azoren bis an den russischen Zarenhof geliefert. Die Inseln Graciosa und Terceira produzieren nur Weißweine, wobei auf Terceira (Biscoitos) nur Süßweine hergestellt werden. Auf der Insel Pico werden Rot- und Weißweine sowie Süßweine produziert. Bei den roten Rebsorten überwiegt die Rebsorte Merlot mit rund 45 Hektar Anbaufläche.
Museum in Biscoitos
Für die auf den Inseln Pico und Terceira hergestellten Süßweine gibt es besondere Vorgaben. Die hierfür verwendeten Weine müssen mindestens 16% Alkohol erreichen und drei Jahre im Holzfass gereift sein. Neben den weißen Rebsorten Verdelho, Arinto und Terrantez dürfen auch Malvasia, Sercial, Fernão Pires und wenige weitere Rebsorten verwendet werden. Die bekanntesten Süßweinprodukte sind LAJIDO und ANGELICA von der Cooperativa Vitivinicola/Pico sowie VINHO VERDELHO von der Winzerfamilie Brum/Terceira. Die Winzerfamilie Brum unterhält im Städtchen Biscoitos (Terceira) auch ein Weinmuseum.
Die wichtigsten Rebsorten im Überblick:
Weißwein:
Arinto (Pedernã), Verdelho, Seara Nova, Rio Grande, Generosa, Terrantez
Rotwein:
Agronómica, Merlot
Vielen Dank an die Quelle (sowohl der Informationen als auch der Weine) COMPIRI – einziger Importeur azorianischer Produkte in unseren Breitengraden.
Bei COMPIRI kann man folgende Weine bestellen:
Curral Atlantis (weiß und rot), Merlot Cabernet Sauvignon (rot), Terras de Lava (weiß und rot), Lajido V.I.Q.P.R.D 1999 (Süßwein), Frei Gigante (weiß), Basalto (rot), Angelica (Süßwein).
Außerdem gibt es Gorreanna Tee, Marmeladen und weitere Spezialitäten von den Azoren sowie ausgesuchte Weine aus Portugal.
Noch ein paar Worte zur Lagerung von Weinen:
Weinflaschen
Am besten werden Weine in einem abgedunkelten, kühlen Kellerraum gelagert. Die optimale Lagertemperatur liegt bei 10° bis 13°C und sollte möglichst konstant sein. Erschütterungen sollten vermieden werden. Die Flaschen sollten liegend aufbewahrt werden, damit der Korken nicht austrocknet. Aus dem gleichen Grund sollte die Luftfeuchtigkeit im Raum mindestens 60 % betragen. Allerdings sollte der Weinkeller unbedingt auch belüftet sein, um einer Pilz- und Fäulnisbildung der Korken und der Ablösung der Etiketten entgegenzuwirken.
Die nächste Ausgabe der Fernsehsendung „Atlântida“, die zwei-wöchentlich samstags über Digitalsatellit auf RTP International zu sehen ist, wird kommenden Samstag von Altares auf Terceira aus übertragen.
Im Centro Comercial Vasco da Gama (NorteShopping) findet bis zum 3. April eine Ausstellung mit Großformatfotografien von Nuno Sá statt. Die Ausstellung „Azul Profundo“ des momentan bekanntesten Naturfotografen der Azoren soll dem Publikum die Schönheit und Biodiversität der Azoren näherbringen. Es werden 20 Fotografien von Delfinen, Walen, Schildkröten und anderen Meeresmotiven gezeigt, die auch in der Publikation „Açores Whale Watching“ von Nuno Sá, erschienen bei Ver Açor, enthalten sind.