Neu geschaffener Naturpark auf Flores mit den besten Torfmooren im Atlantik

Torfmoore der Insel FloresNach der Zustimmung des Regionalparlaments der Azoren ist der neue Naturpark auf der Insel Flores nun offiziell.

Die dortigen Torfmoore gelten als die besterhaltenen im Bereich des Atlantiks. Kein Wunder, ist es doch die regenreichste Insel des Archipels mit unzähligen Wasserfällen. Die dicken Moosteppiche dienen als leistungsfähige Wasserspeicher im Hochland.

Weltweit einzigartig sei das Vorkommen der sogenannten Turfeiras in Kombination mit Cedro-do-Mato-Bäumen (Juniperus brevifolia, Zypressengewächs, Kleinblättriger Wacholder).

Moos im HochlandDieses besondere Merkmal sei auch ausschlaggebend für die Anerkennung als UNESCO-Biospährenreservat der westlichsten Azoreninsel im Jahre 2009 gewesen.

Die relativ geringe Besiedlung von Flores sei ebenfalls ein Vorteil, so könne der Naturpark etwa ein Drittel der Inseloberfläche umfassen.

Quelle: www.diariodosacores.pt

7 Antworten auf „Neu geschaffener Naturpark auf Flores mit den besten Torfmooren im Atlantik“

  1. Die Deutung der Moore auf Flores ist falsch. Moore können nur auf einer dicken biologischen Grundlage entstehen, vemutlich nur auf niedergestreckten Urwälder. Die Basis von Holz ist die einzige, die Torf entstehen läßt. Nach den Asteroid- Einschlgen vor 10000 Jahren in der Mitte (südlich der Azoren) und dem gleichzeitigen Großimpaktor im Nordatlantik sind weltweit die großen Moore entstanden, besonders an den Küsten des Nordatlantiks rundum. Die großen Täler von Flores müssen zu diesem Zeitpunkt mit Urwald besetzt gewesen sein, der vom Einschlgsdruck zerstört wurde und die See überschwmmte diese dann.

  2. Vielen Dank für den Beitrag. Welche „Deutung“ genau soll hier falsch sein? Der Artikel ist eigentlich nur ein Bericht und keine Interpretation.

  3. Ah, verstehe. Regen ist natürlich nicht die einzige Voraussetzung für Mooswachstum, aber er hilft. Ausserdem sind die Moosteppiche auf Flores wiederum sehr wichtig, um den Regen im Hochland zu binden, damit nicht alles sofort die Steilküsten herabstürzt und Erdrutsche auslöst. Dann wäre die Insel nämlich gleich um einiges unwirtlicher.

  4. Dass wie uns um etwas streiten, was wir beide gleich einstufen, ist Unsinn. Mir ging es hier um etwas Wissenschaftliches und Ihnen um etwas Touristisches. Also bleibe ich meinem Leisten, denn bin der letzte, der jemand ärgern will.

  5. Streiten? Nein. Es geht ja nur darum, zu klären, was genau gemeint ist. Dass Flores wie viele andere (z.B. die kanarischen) Inseln einst mit Urwald überzogen war, ist wohl relativ sicher. Von daher ist das schon plausibel.
    Mir ging es dabei nicht nur um Touristisches, sondern vor allem auch um den Naturschutz. Die Moose auf Flores sind – wie beschrieben – sehr wichtig. Leider müssen immer wieder Teile davon weichen, weil Kuhweiden im Hochland angelegt werden. Da könnte es dann passieren, dass große Regenmengen nicht mehr gespeichert werden, sondern gleich zu Tal stürzen und alles mit sich reißen.
    Vom ursprünglichen „Urwald“ ist leider auch nur noch sehr wenig vorhanden. Deshalb ist es eigentlich falsch, wenn man in Bezug auf die Azoren immer von „Natur pur“ spricht. Die Inseln zieren hauptsächlich Kulturlandschaften und nicht Naturlandschaften.

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