Buchtipp: Elisabeth Mecklenburgs Azoren-Abenteuer beim Whale-Watching

Lisa Mecklenburgs Büchlein „Azoren-Abenteuer“ verspricht „ein Reise-Tagebuch über ein Erlebnis der ganz besondern Art“. Der persönliche Erlebnisbericht bietet einen subjektiven, mit interessanten Fakten angereicherten Einblick in einen der wichtigsten Tourismuszweige der Azoren.

Ein Wal aus direkter Nähe fotografiert von Elisabeth MecklenburgZum Programm gehörten Besuche im Museum mit Einblick in die Geschichte des Walfangs auf Pico und beim Spotter in der hoch über der Küste gelgenen Vigia – früher gaben sie Walsichtungen den Walfängern durch, heute den Whale Watchern.

Elisabeth Mecklenburgs Sichtung falscher KillerwaleWichtig sind auch die Kapitel Planung, Anreise und Abreise, denn zu diesen Themen gibt es bei Azoren-Neulingen immer jede Menge Fragen und Unsicherheiten. Abgerundet wird der lesenswerte Reisebericht durch schöne Fotos (und aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwierig es ist, ein Foto zu machen, auf dem ein Wal in erkennbarer Weise abgebildet ist).
Weitere Infos unter: elisabeth-mecklenburg.de

Auszug aus Elisabeth Mecklenburgs: Azoren-Abenteuer –
Wale und Delphine in den Gewässern der Azoren live erleben

Die Finnwale waren eigentlich immer in Bewegung, die Pottwale hingegen lagen mehr oder weniger ruhig im Wasser. Oft ruhten sie sich an der Wasseroberfläche für ihren nächsten Tauchgang aus.

An diesem Tag war das Meer auch wieder ruhiger, oft schien auch die Sonne und die Fahrt war sehr angenehm, ja regelrecht gemütlich. Das leichte Schaukeln des Bootes, die Sonnenstrahlen die von oben kamen, alles perfekt für so einen Tag.

Nachdem die Finnwale wieder abgetaucht waren, fuhren wir in Richtung Küste der Insel Faial und trafen dort auf eine Gruppe von etwa 50 bis 60 kleinen Schwertwalen, auch bekannt als unechter Schwertwal, oder schwarzer Schwertwal, in manchen Gegenden wird er auch falscher Killerwal genannt.

Was für ein Erlebnis! Rechts und links unseres Bootes schwammen diese Tiere in einem recht hohen Tempo an uns vorbei. Auf einmal waren sie wieder vor uns, kurze Zeit später tauchten wieder weitere neben unserem Boot auf. Wir wussten gar nicht, „wohin“ wir zuerst schauen sollten. Kurz darauf waren wir auf einmal inmitten dieser großen Gruppe.

Download komplette Leseprobe Azoren-Abenteuer (.pdf, 1.9 MB)

Leuchtturm, Wal-Insel und Porto Afonso

Heute ist die Nordküste dran.

Von Santa Cruz aus gehe ich etwa 4 Kilometer (auf wenig befahrenem Asphalt) zum Leuchtturm an der Ponta da Barca, wo man auch die Wal-Insel findet.

Von dort sind es nochmals 4 Kilometer bis zur Bucht mit dem Porto Afonso und den bunten Felswänden. Insgesamt sind es hin und zurück 17 km auf Asphalt.

Ein Taxi bringt mich zurück zur Quinta da Gabriele, wo ich schnell andere Schuhe anziehe und nochmals 1,5 Kilometer bis zu den Thermen gehe, wo ich mir heute Jacuzzi gönne. Wunderbar erholsam! Der Weg zurück ist dann auch kein Problem mehr.

Die Karte dient nur zur groben Anzeige des Wegverlaufs.
Der gesamte Weg verläuft auf wenig befahrenen Asphaltstraßen.
Es handelt sich nicht um Wanderwege im üblichen Sinne.

Tauchen mit Walen und Delphinen

Die neueste Ausgabe der Online-Zeitschrift Dive Inside stellt
Ungewöhnliche Tauchziele vor, darunter auch die Azoren.

Dabei geht es unter dem Titel Jagd auf Moby Dick um Segen und Fluch der Walbeobachtung, wie diese zum Schutz der Tiere dienen kann und welche strikten Schutzmaßnahmen andererseits nötig sind, damit sich das Whalewatching insbesondere vor der Küste Picos nicht schädlich auswirkt.

» Dive Inside: Ungewöhnliche Tauchziele – Azoren: Jagd auf Moby Dick

Autor des Artikels Adrian Schöne hat übrigens für 2011 eine (schon ausgebuchte) Spezialreise für Taucher auf die Azoren organisiert.

Ein Zwischenhoch direkt von São Jorge

Da man auf den Azoren seit Wochen und Monaten von einem stabilen Azorenhoch nur träumen kann, kommt es nun in dieser Form – das Video zeigt all die schönen Dinge, die man auf den Inseln, auch auf São Jorge sehen und erleben kann: Sonnenuntergänge, atemberaubende Küsten und Landschaften, Wandern, Canyoning, Paragliding, Segeln, Surfen, Tauchen, Delphin- und Walbeobachtung.

Die drei bei Terceira “geretteten” Schnabelwale sterben vor Faial

Die drei in der Hafenbucht von Praia da Vitoria auf Terceira zunächst geretteten Wale strandeten in der Nacht vom 30. auf den 31. Juli 2009 am Strand Praia do Almoxarife auf Faial.

Es handelte sich dabei um Sowerby-Zweizahnwale (Mesoplodon bidens), die normalerweise im offenen Meer leben und selten eindeutig gesichtet werden.

Nachdem bei Praia da Vitoria schon ein Wal gestorben war, waren die anderen drei Wale zunächst gerettet worden. Zwei Wale wurden dann später am Praia do Almoxarife tot aufgefunden, der dritte lebte zunächst noch. Polizei, Universität und Umweltbehörde versuchten mithilfe des Clube Naval da Horta bis spät in die Nacht hinein, den letzten Wal zum Verlassen der Bucht in Richtung offenes Meer zu bewegen. Am Morgen wurde auch dieser tot aufgefunden.

Es wird weiterhin gerätselt, ob Krankheiten oder seismische Aktivitäten der Grund für das Verhalten der hochsensiblen Meeressäuger sein könnten. Man schließt auch geheime Marinemanöver als Ursache nicht völlig aus. Auch die drei vor Faial verendeten Tiere sollen nun obduziert werden.